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Herren – Überhitzte Gemüter

Aktualisiert: 5. Aug. 2023

Sechste Meisterschaftsrunde 3. Liga Kleinfeld

Neues Jahr – neues Glück! Nach der Schande von Bürglen zogen die Fürstensöhne für die Januar-Runde weiter nach Rehetobel, auf der Suche nach Revanche und Vergeltung. Doch erst einmal mussten die tapferen Krieger den Weg ins verschneite Appenzellerland bewältigen. Der einen Fahrgemeinschaft überhitzte in der Mitte des Weges der Motor und machte anschliessend auch noch unfreiwillig Bekanntschaft mit einem Räumungsfahrzeug, von welchem sich der Fahrer wohl noch nicht ganz vom einen oder anderen «Feierabendbier» erholt hatte. Eine weitere Truppe nahm aufgrund des Fahruntersatzes Marke «Nussschale» gleich einen gefühlten Umweg über Zürich. Wieder andere nahmen einfach Papis Luxuskarosse und konnten über all die Probleme des Fussvolks nur müde lachen. Irgendwann waren aber zum Glück alle wohlbehalten in der Halle, oder wie es eben am Eingang stand: im «Grossen Saal». Parkett ohne Sturzraum und eine Bühne. Willkommen in der Unihockey-Provinz. Nun wissen wir wenigstens wieso es Tribü(h)ne heisst, hehe.. Jegliche Kommentare zur Kabine, die sich in einem Zivilschutzbunker befand und keine Duschen hatte, lassen wir an dieser Stelle, schliesslich ging es um Wichtigeres.


UHC Schaan – Nesslau Sharks II 8:6 (3:0 / 5:6)

Nach den obligaten Gymnastikübungen im «kleinen Saal» durfte man endlich aufs Feld, um ein paar Minuten ein Einschiessen zu versuchen. Die Vorzeichen an diesem Tag hätten besser sein können, doch Kapitän Felder brachte es kurz vor Anpfiff auf den Punkt: Sch****egal was die Bedingungen sind, jetzt geht es um Unihockey, Punkte und den ersten Sieg. Die Sharks sind ein bekannter Gegner, weshalb in der Anfangsphase keine der beiden Mannschaften ins offene Messer laufen wollte. Und so dauerte es bis zur 10. Minute, ehe Neff die Herren an der Matchuhr das erste Mal beschäftigte (1:0). Der Treffer schien eine Art Initialzündung auf Seiten der Schaaner zu sein. Nur wenige Minuten später war Rappi-Kili zur Stelle und traf zum 2:0. Als dann auch noch Felder den Blockerfolg komplett machte, ging man mit einer relativen entspannten Miene und einer komfortablen 3:0-Führung in die Pause.

Nesslau musste reagieren, wozu sie auch im Stande waren. Deshalb schwor man sich, dem Spiel den Schaaner Stempel aufzudrücken und keinen Zentimeter herzuschenken. Trotzdem waren es die Toggenburger, die mit zwei Treffern innerhalb von vier Minuten den Anschluss zum 3:2 schafften. Jetzt waren genau diese Moral und Einstellung gefordert, um das Ruder wieder an sich zu reissen. Eben Worten Taten folgen lassen. Der Captain himself marschierte vorwärts und sorgte für Entlastung (4:2). Das war dann gleichzeitig Initialzündung Nr. 2 in diesem Spiel. Wieder war es unser Öko-Student, bei dem es als erstes zündete (5:2). In der Folge kam auch der zweite Block immer mehr auf Touren. Kroko-Hohl feierte seine erste Doublette in Gelb-Blau. Assistenten Häsi und Bügel hatten ebenfalls ihren Anteil daran (7:2). Somit war die Messe gelesen. Zwar kamen die Sharks kurz darauf noch einmal zu einem Anschlusstreffer, worauf Felder jedoch noch einmal die passende Antwort parat hatte (8:3). Zu Ende war das Spiel aber noch nicht. Nesslau zog die letzte Option, indem sie den Torwart durch einen vierten Feldspieler ersetzen. Die Schaaner verteidigten beherzt, die Toggenburger fanden trotzdem ganze drei Mal eine Lücke und schöpften noch einmal Hoffnung (8:6). Die Aufstellung im Unterzahlspiel im 4 gegen 3 zeigte einige Schwachstellen. Die Zeit reichte ihnen aber nicht mehr, um das Spiel auf den Kopf zu stellen. Die Fürstensöhne warfen sich in jeden Schuss, Chnäuler Müller kratzten den ein oder anderen Ball und so blieb es dabei. Der erste Schritt für die Versöhnung mit sich selbst war gemacht.


Tore UHCS: 1:0 Neff, 2:0 Müller K. (Neff), 3:0 Felder (Müller K.), 4:2 Felder (Neff), 5:2 Müller K. (Felder), 6:2 Hohl (Hasler), 7:2 Hohl (Hartmann), 8:3 Felder (Neff)


UHC Schaan – I.M. Davos-Klosters II 11:9 (6:6 / 5:3)

Einfacher wurde es aber definitiv nicht. In der zweiten Partie bekam man es wie schon in der letzten Runde mit dem souveränen Leader aus Davos zu tun. Damals gab man die Führung aus der Hand, weil die Gegenwehr für die immer stärker werdenden Bündner von Minute zur Minute abnahm. Man war also gewarnt. Die Anfangsphase war eine Art copy/paste vom ersten Spiel. Ausser dass es nicht so lange dauerte und der 2. Block das Score eröffnete. Hohl, Hasler und Felder sorgten bis zur 10. Minute für eine erneute 3:0-Führung. Jetzt war endgültig Cleverness und Wille gefragt. Die ersten Gegentreffer liessen nämlich nicht lange auf sich warten. So stand es keine drei Minuten später 3:3 und das Spiel war wieder komplett offen. So offen, dass sich ein richtiger Schlagabtausch entwickelte. Auf jeden Schaaner Treffer folgte eine Reaktion der Marmots in Form von einem Gegentreffer. Deshalb überrascht es wenig, dass die erste Halbzeit 6:6 unentschieden endete. Der Tenor in der Pausenbesprechung war klar: Ruhe bewahren und immer weitermachen.

Topscorer Neff muss dabei irgendeinen Zaubertrank gefunden haben, oder hatte einfach ein persönliches Problem mit dem Spielverlauf. Direkt nach Wiederanpfiff war er gleich zwei Mal zur Stelle und war für die besprochene Ruhe besorgt, zumindest für einen Moment auf der Anzeigetafel (8:6). Die Davoser kamen erneut zum Anschlusstreffer, welchen eben dieser Neff direkt wieder egalisierte (9:7). In der Folge kamen die Bündner zu einem Powerplay, welches sie erfolgreich ausnutzen. Es lief bereits die 32. Minute als sie den abermaligen Ausgleich schafften (9:9). Dies schien unseren «Gelb-Helm» aber nur noch hässiger zu machen. Gleich zwei weitere Treffer gelangen ihm mithilfe seiner Assistenten Felder und Müller (11:9). Da die eisernen Murmeltiere langsam aber sicher ein Zeitproblem bekamen, entschieden sie sich ebenfalls für die Variante ohne Torhüter. Aber für was braucht es Trainings, wenn man in der Zeit zwischen den Spielen alles Wichtige analysieren und verbessern kann. Die bemängelte Aufstellung im ersten Spiel wurde korrigiert und funktionierte nun um einiges besser. So gut, dass keine Tore mehr fielen und der zweite Sieg in trockenen Tüchern war. Für Schlussmann Müller war das ständige hin und her wohl ein bisschen zu viel, was in einem kurzen Schwächeanfall gipfelte, während alle anderen mit Bier und Fleischkäse die 4 Punkte feierten. Unfairer geht’s kaum. Vielleicht ging es auch nur um eine Demonstration, dass Torhüter halb Mensch halb Maschine sind und mit ihren mechanischen Freunden mitfühlen. Ein bisschen was von «wir funktionieren oder überhitzen als Team».


Tore UHCS: 1:0 Hohl, 2:0 Hasler (Hohl), 3:0 Felder (Neff), 4:3 Neff (Felder), 5:4 Hohl (Hartmann), 6:5 Neff, 7:6 Neff (Hartmann), 8:6 Neff (Felder), 9:7 Neff (Felder), 10:9 Neff (Felder), 11:9 Neff (Müller K.)


Das Positive an miesen Tagen wie jener im Dezember ist, dass nach jedem Sturm irgendwann wieder die Sonne scheint. Man hatte genug Zeit, um zu grübeln. Endlich liess man Worten Taten folgen und spielte eine verdammt gute Meisterschaftsrunde, die mit dem zweiten Tabellenrang belohnt wurde. Geht doch!


Kader: Müller P.; Hartmann, Müller K.; Hasler, Hohl, Felder, Neff; Fasnachts-Stiefel



Nächste Spiele:

12.02.2023 – Sportzentrum Arkaden, Davos Platz

09:00 UHCS vs. Buffalo Rheintal

11:45 UHCS vs. Pfannenstiel Egg IV



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