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Nationalmannschaft: WM-Quali Spieltag 4

8. Februar 2026 (Slowakei - Trenčín)

Erhobenen Hauptes vom Feld

Zum Abschluss des WM-Qualifikationsturnieres in Trenčín (Slk) hat Liechtensteins Unihockey-Nationalmannschaft in einer spannenden Partie 5:9 gegen Österreich verloren. Der 6. Rang ist trotzdem ein Erfolg.

Stolz und Enttäuschung war bei Liechtensteins Unihockeyanern nach Spielschluss zu verspüren. Weh tat auf der einen Seite die 5:9-Niederlage gegen Österreich, da einige Tore vermeidbar waren. Immer wieder schaffte es Liechtenstein den Abstand zu verkürzen, zweimal standen sie auch nah dran, bis auf ein Tor aufzuschliessen. Doch im Gegenzug erzielte Österreich jeweils ein Tor. Ganz bitter beispielsweise kurz vor Ende des zweiten Drittels als Topskorer Remo Tischhauser eine Möglichkeit hatte, auf 4:5 zu verkürzen. Im Gegenzug kassierte Liechtenstein aber das 3:6.

Auf der anderen Seite herrschte aber auch stolz über eine erstaunliche Entwicklung. Liechtensteins Akteure spielen alle in unteren Ligen in der Schweiz, die Schaaner Akteure gar in der 3. Liga Kleinfeld. International wird aber fünf gegen fünf auf Grossfeld gespielt. Die dritte Angriffsreihe Liechtensteins bestand aus drei Spielern, die keine 20 Jahre alt sind.


Bei Österreich waren dagegen einige Akteure dabei, die in der NLB, der zweithöchsten Schweizer Liga tätig sind. Und trotzdem konnte der Aussenseiter aus dem Fürstentum dem Nachbarn bis zur Schlusssirene Paroli bieten. Die Entscheidung fiel erst in der 54. Minute, als Österreich eine Strafe gegen Liechtenstein zum 8:5 nutzen konnte.

«Es muss alles passen»
«Ihr könnt stolz auf euch sein», waren denn auch die erste Worte, welche Nationaltrainer Marco Kipfer nach Spielschluss an seine Spieler richtete. Erst einmal erreichte die Nationalmannschaft den 6. Rang bei einem Qualifikationsturnier. Der Höhepunkt war natürlich der 3:2-Sieg gegen Island, bei welchem ein 0:2-Rückstand im Schlussdrittel wettgemacht wurde.

«Es muss bei uns einfach alles passen, damit wir eine Chance haben», resümierte Team-Manager Franz Maurer, der ebenfalls von einer erfolgreichen Kampagne sprach. «Die Fortschritte in den letzten Jahren waren deutlich spürbar», so Maurer. Profitieren konnte das Team auch davon, dass 20 Spieler die Reise in die Slowakei mitmachten. So konnte die Belastung in den vier anstrengenden Partien in vier Tagen besser verteilt werden.

Eine ganz besondere Geschichte schrieb dabei Fabian Hasler. Vor zwei Jahren musste er aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben. Mit einem Transparent mit den Worten «Kämpfa Häsi» munterte das Team damals vom Turnierort Liepaja (Lat) aus den beliebten Mitspieler in der Heimat auf. In der Zwischenzeit kämpfte sich Hasler buchstäblich zurück – und feierte ausgerechnet in der Partie gegen Rekordweltmeister Schweden sein Comeback. Eine aussergewöhnliche Geschichte, welche die Enttäuschung über ein verlorenes Schlussspiel in eine gewisse Relation stellte.

Nächste WM-Quali im kommenden Jahr
Die Planungen von Team-Manager Maurer für die nächste Kampagne haben bereits begonnen. Im November 2027 steht das nächste WM-Qualifikationsturnier an. Wo ist noch offen. Maurer hofft, dass er dann wieder auf den Grossteil des aktuellen Teams zählen kann. Es wird dann auch das letzte Turnier in dieser Form sein. Künftig wird der Weg über eine Teilnahme bei einer EM-Qualifikation führen.

«Man kann es nicht genug betonen, aber es braucht ein aussergewöhnliches Engagement der Nationalspieler», so Maurer. Glücklicherweise konnte kürzlich ein Sponsor gefunden werden, den Grossteil der Kosten tragen die Team-Mitglieder aber selber. «Und alle Mitglieder opfern natürlich auch eine Woche Ferien», so Maurer weiter. Der Stolz für das Fürstentum Liechtenstein zu spielen, war aber auch bei dieser Kampagne deutlich spürbar.

 

Liechtenstein – Österreich 5:9 (1:3, 2:3, 2:3)
Mestska sportova hala Trencin (Slk). – 161 Zusch. – SR Bühler/Bühler (Sui).
Tore: 1. Zehetner (Schlugi) 0:1. 18. Felder (Schneider) 1:1. 19. (18:03) Kaplan (Winges) 1:2. 20. (19:03) Dopona (Nussbaumer) 1:3. 21. Stadtherr (Gafner) 1:4. 32. R. Tischhauser (A. Tischhauser) 2:4. 35. (34:06) Schlugi (Kaplan) 2:5. 36. (35:14) A. Tischhauser (Kramer) 3:5. 40. Schlugi (Horn/Ausschluss Neff) 3:6. 44. Felder 4:6. 47. (46:54) Horn (Schlugi) 4:7. 48. (47:19) R. Tischhauser (A. Tischhauser) 5:7. 54. Schlugi (Nussbaumer/Ausschluss Felder) 5:8. 60. Horn (Zehetner) 5:9. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Liechtenstein, 1-mal 2 Minuten gegen Österreich. 
Liechtenstein: Good (21. Müller); Kramer, Bicker; Schneider, Heeb; Inhelder; Hartmann, A. Tischhauser, R. Tischhauser; Neff, Derungs, Felder; Schwenninger, Hasler, Kreis, Späni. – Einw.: Büchner, Beck. – Bemerkungen: Liechtenstein ohne Wuggenig (verletzt).  

 

WM-Qualifikation. Trencin (Slk)
Resultate
Gruppenspiele
Liechtenstein – Schweden 0:44
Island – Liechtenstein 2:3
Dänemark – Liechtenstein 14:1

 

Spiel um Rang 5
Liechtenstein – Österreich 5:9
 

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(Bilder IFF)

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