top of page
Nationalmannschaft: WM-Quali Spieltag 2

6. Februar 2026 (Slowakei - Trenčín)

Die Unihockeyaner mit dem grossen Comeback

Liechtensteins Unihockey-Nationalmannschaft hat die Kanterniederlage gegen Schweden bestens weggesteckt und im zweiten WM-Qualifikationsspiel mit 3:2 gegen Island gewonnen.

Es ist eine Leistung, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Nach der Klatsche im ersten Spiel gegen Schweden rappelten sich Liechtensteins Unihockeyaner vor dem zweiten Spiel der WM-Qualifikation im slowakischen Trenčin wieder auf und durften das Spielfeld dieses Mal als Sieger verlassen. Allein das Strahlen von Team-Manager Franz Maurer, der 16 (!) Jahre warten musste, um wieder einen Sieg «seiner» Mannschaft live zu erleben, sprach Bände. «Der Wahnsinn», jubelte der Maurer nach dem 3:2 gegen Island. Zuvor gewann Liechtenstein letztmals in der vorletzten WM-Quali (4:2 gegen Belgien), Maurer konnte damals aber nicht teilnehmen.

 

Wende im Schlussdrittel
Der Erfolg gegen die Nordländer war auch vollends verdient. Die Liechtensteiner waren während 60 Minuten tonangebend, hatten mehr Ballbesitz und auch mehr Schüsse auf dem Tor als die Isländer, welche vornehmlich aus einer gesicherten Defensive mit Kontern gefährlich wurden.
Die Entscheidung fiel im Schlussdrittel, als Liechtensteins Auswahl einen 0:2-Rückstand drehte. Lange hielt Islands Schlussmann Mathias Runarsson sein Team im Spiel, ehe Remo Tischhauser im x-ten Anlauf endlich zum Anschlusstreffer traf (53.). Damit war der Bann gebrochen: Nur 30 Sekunden später glich Mario Neff mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte aus. Mit einer klassischen Tischhauser-Kombination – Andreas mit einem Pass auf den weiten Pfosten zum älteren Bruder Remo – gelang dann in der 58. Minute gar das 3:2.

Die letzten Minuten waren dann nichts für schwache Nerven. Island ersetzte Runarsson durch einen sechsten Feldpieler, 41 Sekunden vor der Sirene erhielt auch noch Liechtensteins Corsin Derungs eine kleine Bankstrafe. Aber auch mit sechs gegen vier Feldspielern war der überragende Liechtensteiner Torhüter Lukas Good nicht zu bezwingen. Verdient wurde er am Ende zum besten Spieler ernannt. 

 

«Charakter stimmt»

Einzig im ersten Drittel war noch etwas Nervosität zu spüren. «Da steckte wohl das Spiel gegen Schweden ein bisschen in den Knochen», vermutete Team-Manager Maurer. So sind die beiden nicht zwingenden Gegentreffer (9./13.) auch zu erklären. Aus der Bahn warf der Rückstand das Team aber nicht. «Der Charakter dieser Mannschaft stimmt», so Maurer. In den letzten Tagen wuchs das Team noch weiter zusammen. Seit letzten Samstag sind die Liechtensteiner in der Slowakei. «Was mich ebenfalls freut ist, dass dieses 3:2 kein Glückssieg ist», so Maurer weiter, «wir waren spielbestimmend, da sieht man auch die Fortschritte der letzten Jahre. Eine Niederlage wäre echt nicht verdient gewesen.»

Mit dem Sieg gegen Island steigen auch die Chancen, sich für die WM im Dezember in Finnland zu qualifizieren. Nötig wäre dazu als nächster Schritt ein Sieg im dritten Gruppenspiel am Samstag gegen Dänemark. Eine grosse Herausforderung: 13:2 gewannen die Dänen gegen Island. Anpfiff in Trenčin ist wieder um 10 Uhr. 

 

Island – Liechtenstein 2:3 (2:0, 0:0, 0:3)
Mestska sportova hala Trencin (Slk). – 156 Zusch. – SR Bühler/Bühler (Sui). 
Tore: 9. Kimland (A. Rönnlund) 1:0. 13. K. Rönnlund (A. Rönnlund/Ausschluss Kreis) 2:0. 53. (52:21) R. Tischhauser (A. Tischhauser) 2:1. 53. (52:51) Neff (Schneider) 2:2. 58. R. Tischhauser (A. Tischhauser) 2:3. 
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Island. 2-mal 2 Minuten gegen Liechtenstein. 
Liechtenstein: Good; Kramer, Bicker; Schneider, Heeb; Wuggenig, Inhelder; Schwenninger, A. Tischhauser, R. Tischhauser; Neff, Derungs, Felder; Hartmann, Kreis, Späni. – Einw.: Müller; Büchner, Hasler, Beck.

Zurück zur Newsübersicht

(Bilder IFF)

Foto_Spieltag_2a.jpg
Foto_Spieltag_2b.jpg
Foto_Spieltag_2c.jpg

© 2024 by UHC Schaan

bottom of page