Nationalmannschaft: WM-Quali-Tagebuch 3
2. Februar 2026 (Slowakei - Trenčín)
Tag der Überraschungen
Tschüss Bratislava, Hallo Trenčín – wir sind am Turnier-Spielort angekommen. Und staunten eine Runde.
Der Transfer von der Hauptstadt Bratislava Richtung Norden nach Trenčín stand im Mittelpunkt von Tag 3 der WM-Qualifikation. Gut anderthalb Stunden Busfahrt standen uns bevor. Ob uns auch wirklich ein Bus am Hotel abholen kommt, war nicht so ganz sicher – die Kommunikation mit den Organisatoren war (und ist) teilweise etwas holprig. Doch Überraschung 1: Schon um 13.50 Uhr kurvte ein Reisecar vors Hotel.
Superpünktlich um 14 Uhr ging es auch los. Erst etwas rallymässig mit Überholen rechts in der City, danach nur noch «bolzgrad» durchs slowakische Hinterland. Einmal Bleifuss bitte! Und sagen wir es so: Es war tatsächlich nicht nötig, die Fenster im Car zu putzen – zu sehen gab es, ausser vielen Wiesen, eh nichts während der Fahrt.
In Trencin wartete dann auch schon Überraschung 2: «Unser» Hotel Magnus ist eine piekfeine Bude mit vorbildlicher Organisation. Beim Eingang stand schon ein Schild mit dem LUHV-Logo und den Worten «Welcome to Hotel Magnus. We wish you a pleasant stay». Und auch die Zimmerkärtchen lagen an der Reception schon bereit. So wurden wir auch noch nie empfangen.
Und kurz danach wartete dann auch schon die ganz grosse Überraschung: Unsere Zimmer sind allerallererste Sahne und gleichen eher einer kleinen Wohnung, denn einem Hotelzimmer. Gewisse Staff-Mitglieder hatten fast Tränen in den Augen: Das Bad (mit Tropendusche und Badewanne) ist fast grösser als die Einzelzimmer vor zwei Jahren in Liepaja. Einzig für Kaiser Franz ist es «business as usual» – damals wohnte er fürstlich in seiner Honeymoon-Suite.
Zum «Magnus» gehört auch ein Wellnessbereich (Gerüchten zufolge mit «Badehosenverbot»), eine Bowlingbahn, ein Café, ein Schönheitssalon, ein dubioses Büdeli, das Immoblien- und Finanzberatung sowie Podcasts anbietet – und ein Sushi-Restaurant. Dieses wurde von einem hungrigen Teammitglied auch sogleich getestet. Wir sagen natürlich nicht von wem, aber der junge Mann ist noch im Wachstum. Was sogar im Pass nachzulesen ist. Oder wie es dort heisst: i.W. Was auch gleich sein neuer Spitzname ist.
Vom Hotel ging es dann als erstes zum Spielort, der Mestská športová hala. Eine von aussen nicht sonderlich ansehnliche Halle, die sich innen aber sehr modern und mit Tribünen auf allen vier Seiten präsentierte. Die würden noch manche NLA-Klubs in der Schweiz nehmen. Die grosse Frage ist bloss: Wird noch ein Gerflor-Boden verlegt? Die Wetten laufen bereits. Der Presseheini ist überzeugt: Wo die Schweden spielen, da ist auch ein Gerflor-Boden.
Abgeschlossen wurde der Tag mit dem ersten Abendessen im «Magnus». Auch hier: piekfein. Das Büffet hätte locker auch für zwei Teams gereicht. Am Mittwoch ist dann aber fertig «Ferienlager». Auf dem Programm steht am Morgen eine Schnitzeljagd durch die Altstadt (und Nein, es geht nicht von Restaurant von Restaurant) sowie am Nachmittag das erste Training. Das erste Spiel rückt näher, die Spannung steigt langsam.
Übrigens. Wer mehr sehen will von unserem Trip in die Slowakei, dem sei der Instagram-Account des Nationalteams wärmstens empfohlen. Unter "liechtenstein_unihockey" sind wunderbare Bilder unseres Hobbypaparazzis Robin zu bestaunen. Es lohnt sich!
