Nationalmannschaft: WFCQ EUR 2 - Spieltag 1

25. Mai 2022 (Lettland - Koceni)

"Eine nicht so kalte Dusche" 

Liechtenstein Unihockey-Nationalmannschaft hat sein Auftaktspiel der WM-Qualifikation mit 1:13 gegen Norwegen verloren. Erst im Schlussdrittel waren die Verhältnisse gegen den stärksten Gruppengegner klar.

 

Gegen Norwegen hat Liechtensteins Unihockey-Nationalmannschaft schon ein paar Mal gespielt in der Vergangenheit. Die Begegnungen zwischen der skandinavischen Unihockey-Grossmacht – an der letzten WM im vergangenen Dezember wurden die Norweger Sechste – und dem «Zwerg» aus Liechtenstein endeten meist irgendwo zwischen 20:0 und 25:0. Und die Liechtensteiner durften dabei froh sein, wenn sie zwischendurch mal an den Ball kamen. Von Torchancen nicht zu reden.

 

Ganz anders nun beim Auftaktspiel in diesem Jahr. Auch wenn das Schlussresultat von 1:13 «brutal» aussieht – viele Gegentore kassierten die Fürstensöhne, da sie auch selber in der Offensive Chancen kreieren konnten, so aber in Gegenstösse liefen. 4:0 stand es nach dem ersten Drittel, das junge norwegische Team brauchte aber zwei Überzahlsituationen für die vier Tore. Und auch wenn es komisch tönt: Das Team Liechtensteins bekam nach Spielende einige Komplimente für den Auftritt.

Wie gesagt, 1:13 tönt hart – im Unihockey fallen oft meist mehr Tore als beispielsweise im Eishockey. Frankreich verlor beispielsweise gegen Weltmeister Schweden 1:20. Was man auch sagen muss: Dass die Spiele an diesem Turnier nur dreimal 15 statt 20 Minuten dauern, hilft gerade auch den vermeintlichen Underdogs.

 

Nur die erste Strafe ausgenützt

Gefeierter Mann in Liechtensteins Auswahl war Mario Neff, welcher in der 27. Minute in Überzahl auf 1:5 verkürzte. Wenig später trat das Team von Marco Kipfer erneut im Powerplay an. Doch statt dem zweiten Treffer kassierte es ein Gegentor. Trotzdem verloren die Liechtensteiner das beste Drittel des Spiels nur 1:3, denn nur kurz nach Ablauf der Strafe schoss erneut Joachim Terjesen das 7:1.

Erst im Schlussdrittel lief Norwegens Angriffsspiel flüssiger, während bei den Liechtensteinern langsam die Beine schwerer wurden. So drehten die Skandinavier das Skore trotzdem noch auf 13:1. «Trotzdem», sagte Coach Kipfer nach der Partie, «das war ein Auftritt, auf dem wir aufbauen können.» Am Donnerstag wartet mit Polen (15 Uhr) ebenfalls ein rechtes Kaliber – die Polen wurden Elfte an der letzten WM -, aber einer nicht ganz vom Format Norwegens. (rvo)

 

Norwegen – Liechtenstein 13:1 (4:0, 3:1, 6:0).

Koceni. – 100 Zuschauer. -SR Heinola/Marttinen (FIN).

Tore: 5. Terjesen 1:0. 11. Terjesen 2:0 (Powerplay). 13. Gronli 3:0. 15. Terjesen 4:0 (Powerplay). 21. Hansen 5:0. 24. Neff 5:1 (Powerplay). 27. Terjesen 6:1 (Shorthander). 28. Terjesen 7:1. 33. Hansen 8:1. 35. Odegard Risbakken 9:1. 38. Bye 10:1. 39. Kampe 11:1. 42. Laasonen 12:1 (Penalty). 42. Frafjord 13:1.
 

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Norwegen, 2-mal 2 Minuten gegen Liechtenstein.
 

Liechtenstein: P. Müller (L. Good); Baracchi, Inhelder; Kramer, Wuggenig; K. Müller, A. Good; Neff, Derungs, Felder; R. Tischhauser, A. Tischhauser, Züger; Heeb, Hasler, Beck.

 

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