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Nationalmannschaft: WM-Quali-Tagebuch 3

04.02.2016

Tag 2 der WM-Quali ist Geschichte. Heute geht es im Tagebuch um Busfahrer, grosse Fussstapfen und den Bachelor.

Nach der Schlappe gegen die tschechischen Robocops war am zweiten Tag der Quali die grosse Frage: Was erwartet uns diesmal gegen die Slowenen? Nun, es war vor allem sehr laut. Die über 500 Zuschauer sorgten für eine tolle Ambiance, eine richtige Länderspiel-Stimmung herrschte in der Schulturnhalle. Zu schade gelang uns nicht der Ausgleich im ersten Drittel. Und über das Powerplay zu Beginn des zweiten Drittels hüllen wir wohl besser den Mantel des Schweigens. Nun, ja wir arbeiten an diversen Baustellen und in vielem sah die Partie schon maaaaaaassiv besser aus als in Spiel 1. Frei nach Franz Beckenbauer: «Man hat gesehen, dass die Slowenen keine Tschechen sind».

Die Entwicklung der Fürstensöhne verläuft ungefähr so wie der Busfahrer des slowenischen Verbandes. Hin und her geht die gut halbstündige Fahrt zwischen Spielort Skofja Loka und «Wohnort» Naklo. Kurvte Chauffeur Nr. 1 noch umständlich bei der ersten Fahrt rund um das «Leider-nicht-Wellnesshotel», pflanzte Chaffeur Nr. 2 heute den Car schon souverän rückwärts auf den Parkplatz. Driver No 3 machte es sich dann einfacher – er hielt einfach auf dem Trottoir vor dem Hotel. Wir sind gespannt, wie die Entwicklung morgen verläuft. Nicht nur bei den Chauffeuren natürlich.

Hektik kam vor dem Einspielen bei Laurenz Ospelt auf. «Ich habe meine Schuhe im Hotel vergessen» meldete er leicht bleich den Teamverantwortlichen. Ersatzschuhe hatte natürlich keiner in passender Grösse mit, was machen also? «Fragen wir mal bei Italien nach», sagte Coach Reto Voneschen und klopfte kurzerhand an der Azzuri-Kabine nebenan an. Auf ein «Hat wer Schuhgrösse 44?» hielt ihm drei Sekunden später Thomas Ilmer seine Schlappen unter die Nase. Die Schuhe der Davoser und Italo-Legende Ilmer (an dieser Stelle: Molto Grazie San Ilmer) passten unserem Laurenz auch tatsächlich. Beinahe hätten sie ihm auch Glück gebracht –mit einem gekonnten Backhandschuss verpasste er das Tor nur knapp. Energie hätte unser Hightower sicher gehabt. Vor der Partie verschlang er am Nachmittag eine Pizza und eine Portion Spaghetti. Guten Appetit.

Schon deutlich positiver waren die SMS nach dem Spiel. «Sah schon viel besser», gab der verletzte Coach Yves Kempf vom Krankenbett aus an. «Euer Spiel war lustiger als ‘Bachelor’ gucken», hiess es in einer anderen Mitteilung. Stellt sich einfach die Frage: Ist das ein Lob oder nicht? Bachelors hätten wir ja eigentlich auch genügend in unseren Reihen. Namen wollen wir jetzt besser nicht nennen, sonst hängt dieser Text wieder an irgendwelchen Büro-Pausenräumen. Gerüchteweise hatte ein Teamspieler sogar seinen lokalen weiblichen Fanclub auf der Tribüne. Wir werden dem Gerücht mal nachgehen.

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