Durchzogener Saisonstart
erste Meisterschaftsrunde Herren

Ende September stiegen die Herren in den Meisterschaftsbetrieb ein. Diese fand in Egg bei Zürich statt und füllte die Dreifachhalle bis auf den letzten Platz, aber nicht nur mit Zuschauer, sondern aufgrund einer Doppelrunde vor allem mit (zu) vielen Mannschaften. Für die Gelb-Blauen standen zwei Spiele auf dem Programm, die es bereits letzte Saison in sich hatten. So wusste man bereits im Vorfeld, dass es wohl nichts mit einem gemütlichen Sonntag wird.

UHC Schaan – UHC Jonschwil Vipers 7:6 (3:4 / 4:2)

Entgegen letzten Spielverläufen waren es für einmal wir, die mit dem ersten Tor die Partie lancierten. Häsi feierte nach Pass von Hartmann den ersten Treffer in der noch jungen Saison für den UHCS. Gespielt waren da gerade mal zwei Minuten. Dies wiederum gab wohl auch den Vipers zu verstehen, dass es ab nun wieder um Punkte geht. Und so drehten sie allmählich auf und konnten innerhalb von vier Minuten auf 1:3 davonziehen, ehe Neff mit dem 2:3 auch dem Schaaner Spiel wieder Leben einhauchte. Noch einmal Jonschwil und kurz vor der Pause Kili mit dem 3:4 zur Halbzeit.

Es war klar, dass nach vorne mehr Akzente gesetzt und die Chancenauswertung verbessert werden müssen. Gesagt getan, bis zur 30. Minute konnte ganze vier Mal eingenetzt werden, was zum einen die erneute Führung und zudem sogar ein kleines Polster bedeutete (7:4). Aber eben, wer sich mit Unihockey ein wenig auskennt, weiss, dass drei Tore bei einer verbleibenden Spielzeit von zehn Minuten nichts heissen müssen. Und vor allem wenn man Jonschwil kennt und letzte Saison jedes Mal knappe Spiele lieferte, lautete Vorsicht die Devise. Alles Wissen nützt aber nichts, wenn es auf dem Platz nicht angewendet wird. Zum Glück liess man aber «nur» noch zwei Gegentore zu, wodurch man mit dem 7:6-Sieg und einem blauen Auge davonkam. Trotzdem durfte man stolz auf die gezeigte Mentalität und den ersten Saisonsieg im ersten Spiel sein.

 

Tore UHC Schaan: 1:0 Hasler (Hartmann), 2:3 Neff (Felder), 3:4 Müller K. (Felder), 4:4 Felder (Neff), 5:4 Heeb (Zimmermann), 6:4 Müller K., 7:4 Felder (Neff)

 

 

UHC Schaan – Nesslau Sharks II 5:8 (2:4 / 3:4)

 

Was Mentalität, erster Treffer und Reaktionen bei Gegentreffern anbelangt, sollten diese positiven Aspekte auch im zweiten Spiel des Tages umgesetzt werden. Das mit dem ersten Treffer konnte man sich bereits in der ersten Minute abschminken und auch eine Zeigerumdrehung später klingelte es bereits im Schaaner Kasten (0:2). Immerhin gab es eine Reaktion auf die Gegentreffer und so verkürzte Felder wenige Zeit später zum 1:2. In diesem Stil ging es weiter, Nesslau konnte die Führung ausbauen, ehe Hartmann noch einmal verkürzte und die Sharks bis zur Pause den Zwei-Tore Abstand wiederherstellte.

Auch in dieser Halbzeitanalyse stelle man fest, dass man sich in der zweiten Hälfte mit mehr Druck auf das gegnerische Tor zurück ins Spiel kämpfen muss. Aber Nesslau ist halt auch ein Gegner, den man mit Jonschwil in den gleichen Topf werfen kann. Stetige Führungswechsel und enge Partien sind Standard. Leider dieses Mal mit dem glücklicheren Ende für die Toggenburger. Mit viel Routine die Führung verteidigt und teilweise noch ausgebaut, nahmen sie die Zeit von der Uhr. Die Schaaner wollten rechtzeitig alles auf eine Karte setzen, wobei Schwenninger früh in der zweiten Hälfte für einen zusätzlichen Feldspieler Platz machte. Doch alles anrennen nützte nichts, obwohl Kili in Überzahl noch einmal erfolgreich war. Aber auch die Nesslauer trafen noch ins leere Tor und so ging man nicht ganz unverdient als Verlierer vom Platz. Die Abstimmung im Spiel ohne Torhüter muss definitiv noch verbessert werden, um mehr Torerfolge in Überzahl zu erzwingen.

 

Tore UHC Schaan: 1:2 Felder (Müller K.), 2:3 Hartmann (Hasler), 3:5 Felder (Neff), 4:6 Hartmann, 5:8 Müller K.

 

Kader: Müller P., Schwenninger; Good, Müller K.; Felder, Hartmann, Hasler, Heeb, Neff, Zimmermann

 

Für den Lacher des Tages sorgte dieses Mal Knitter-Stiefel mit seinem nicht ganz bügelfreien Tenue (siehe Bild). Es wird gemunkelt, dass bereits ein Crowdfunding für eine Haushaltshilfe organisiert wird.  

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