Nationalmannschaft: WM-Quali-Tagebuch 4
29. Januar 2020 (Lettland - Liepaja)

Gleich fünf wackere Liechtensteiner haben gegen Tschechien ihr erstes Länderspiel absolviert. Aber auch sonst gibt’s einiges zu berichten aus Liepaja.

 

Endlich gings auch so richtig los mit der WM-Quali hier in Lettland. Einen Tag früher übrigens als bei den weiteren beiden Euro-Quali-Gruppen. Team Liechtenstein konnte es kaum erwarten – und war sogar früher als die Helfer in der Halle. «Netterweise» dürfen wir ja immer das erste Spiel des Tages um 10 Uhr austragen – danke dafür, liebe Letten. Organisiert ist der Anlass aber sonst wirklich wie eine WM. Gefühlt eine Trilliarde Helfer schwirren umher, sogar die Nationalhymnen werden live gesungen. «Unsere» Musikstudentin stellte uns aber vor eine gewaltige Herausforderung- so hohe Töne wie die junge Dame erreichten wir bei «Oben am jungen Rhein» dann doch nicht. Übrigens: Für die Nationalhymne Spaniens (ja genau, die ohne Text) haben sich die Organisatoren was Spezielles ausgedacht. Statt einer Sängerin oder einem Sänger spielt eine Saxofonistin die Hymne. Quasi die lettische Lisa Simpson – also Lisas Simpsons.

 

Gegen die Tschechen, die übrigens erst am Dienstagabend in Liepaja anreisten (nach einem viertägigen Trainingscamp in der Heimat), gabs dann halt die erwartete Brause. Wir nehmen aber vor allem das Mitteldrittel mit. Da sah es wirklich nach einem Spiel aus. Für einen Drittel des Teams war es auch gleich die Feuertaufe auf internationalem Terrain. Killi Müller, Robin Baracchi, Fabian Beck, Fabian Hasler und Mario Neff spielten erstmals offiziell für die Nationalmannschaft. Und alle fünf schlugen sich mehr als wacker – man spielt ja auch nicht jeden Tag gegen eine Top-4-Nation des Unihockeys. Ein heisses Thema war das Debüt Baracchis auch im Chat seines Teams, den U21-Junioren der Kloten-Bülach Jets. 42 Einträge sammelten sich dort bis Spielende. Hey liebe Jets: Seid nett zu unserem Robin. Der macht das super hier, den geben wir nicht gerne zurück.

                                                                                                                                       

Ein Schützenfest gabs auch am Abend. Glatt mit 17:0 gewann Lettland gegen die Franzosen. Erstaunlich dabei der Zuschaueraufmarsch: War gestern beim Testspiel des lokalen FK Kursi gegen Frankreich die grosse Tribüne noch rappelvoll, kamen bei der Nationalmannschaft dann deutlich weniger Zuschauer. Am Donnerstag kommen die Oesterreicher dann zur «Ehre» des Abendspiels gegen Lettland. Unsere Nachbarn rechnen sich da Chancen aus: Gegen Deutschland (Weltnummer 5) hielt Team Austria lange ein 0:2 – am Schluss gewann Deutschland doch noch 7:0. Rein nominell ist Lettland (Siebter im Ranking) schlechter, doch vermuten wir, dass dies in der Praxis ein wenig anders aussieht. Das zweite Spiel des Tages gewann Spanien übrigens gegen unseren zweiten Gegner Holland mit 6:1.

 

Spielerisch konnten wir zwar knapp nicht mit den Tschechen mithalten, optisch machen wir aber keinen schlechten Eindruck. Zumindest was das Outfit angeht. Die beste Entscheidung war wohl die Anschaffung der neuen Teamjacken. Das Modell «Himalaya» unseres Ausrüsters Unihoc hält im windignasskalten Liepaja was es verspricht. Frieren muss da keiner. Das Auffallendste sind aber unsere Kappen. Unsere knallgelben Beanies – Chapeau Jaune, wie sie Coach Kipfi so passend getauft hat - sind echt ein Hingucker, da kann kein Team mithalten. Chapeau.

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