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Nationalmannschaft: Nahe dran, aber doch zu weit weg

04.02.2018

Mit zwei weiteren Niederlagen hat Liechtensteins Unihockey-Nationalmannschaft das WM-Qualifikationsturnier in Tallinn (Estland) abgeschlossen. An vielen Erfahrungen reicher, aber ohne Zähler kehren die Liechtensteiner zurück.

Leise Hoffnungen machten sich Liechtensteins Unihockey im Vorfeld der WM-Qualifikation für die letzten beiden Turnierspiele gegen Holland und Belgien. Beides keine Unihockeygrossmächte. Gegen Holland sah es nach zwei Dritteln beim Stand von 2:4 auch recht gut aus. Nach zu vielen Fehlern im Schlussdrittel ging die Partie trotzdem 3:8 verloren. Gegen Belgien, dem fünften Spiel am fünften Tag, war der Tank dann definitiv leer. Nach dem 1:6 im Startdrittel musste schon ein Desaster befürchtet werden, nach einer Steigerung nach der Pause kassierte das liechtensteinische Team bei einer viel zu hart gepfiffenen 5-Minuten-Strafe drei weitere Gegentore. Im Schlussabschnitt rehabilitierten sich die Liechtensteiner und erzielten noch zwei Tore zum 5:14-Endstand.

Kadergrösse entscheidend

Fünf Spiele, null Punkte, 11:69 Tore – die Bilanz nach dieser WM-Quali sieht auf den ersten Blick verheerend aus. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber auch ein anderes Bild. Die Niederlande und Belgien kassierten ebenfalls über 60 Gegentore – beide verloren auch höher gegen Weltmeister Finnland als Liechtenstein. «Defensiv hat vieles gestimmt», freute sich Nationaltrainer Marco Kipfer, «leider nicht immer über 60 Minuten». Im Angriff zahlten die Stürmer aber oft Lehrgeld. Ein echter Aufsteller war Remo Tischhauser. Der junge Grabser erzielte fünf Treffer und wurde zum besten Spieler Liechtensteins gewählt.

Wie befürchtet trug die kleine Kadergrösse – nach der Verletzung von Thomas Inhelder standen Kipfer noch vier Verteidiger und neun Stürmer zur Verfügung – einen grossen Teil zum nicht ganz nach den Wünschen verlaufenen Turnier bei. Ebenfalls können mittlerweile auch kleinere Nationen auf Spieler aus den im Welt-Unihockey dominierenden nordischen Nationen zurückgreifen. Schwedische oder finnische Doppelbürger fehlen den Liechtensteinern aber.

«Für die nächste Quali brauchen wir dringend mehr Spieler», schaut Verbandspräsident Franz Maurer schon voraus. In zwei Jahren will es Team Liechtenstein nochmals versuchen. Dannzumal ohne Rainer Büchel und Oliver Schlumpf, welche gestern (voraussichtlich) ihr letztes Spiel für die Nationalmannschaft absolvierten. «Wir hoffen, dass Spieler, die in diesem Jahr aus Studiengründen verzichten mussten, dann dabei sind», so Maurer, «ebenso rücken einige Junge nach.» Der Plan ist klar: Auf der bedeutend besseren Defensivorganisation und den Erfahrungen von Tallinn aufbauen und dann in zwei Jahren einen weiteren Schritt nach vorne machen.

Holland – Liechtenstein 8:3 (2:0, 2:2, 4:1)

Kalevihalle Tallinn (EST). – 140 Zuschauer. – SR Hohler/Koch (Sz).

Liechtenstein: L. Good (Müller); Kipfer, Schlumpf; A. Good, A. Wuggenig; Derungs, M. Inhelder (1), Felder (1); Castelberg, Büchel, Tischhauser (1); Ph. Wuggenig, Vogt, Züger.

 

Liechtenstein – Belgien 5:14 (1:6, 2:5, 2:3)

Kalevihalle Tallinn (EST). – 100 Zuschauer. – SR Johansen/Monge (NOR).

Liechtenstein: Müller (33. L. Good); Kipfer, Schlumpf; A. Good, A. Wuggenig; Derungs (2), M. Inhelder (1), Felder; Castelberg, Büchel, Tischhauser (2); Ph. Wuggenig, Vogt, Züger.

Bemerkungen: Liechtenstein ohne Th. Inhelder (verletzt). – Tischhauser als bester Spieler Liechtensteins des Turniers ausgezeichnet.

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