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Freitag, 5. Februar 2010 | WM-Quali Tagebuch - Tag 5

Das Liechtensteinische Unihockey Nationalteam nimmt vom 1. bis 7. Februar am WM-Qualifikationsturnier in El Escoribal in Spanien teil. Geführt wird natürlich auch ein Tagebuch.

von Reto Voneschen

Kein grosses Ruhmesblatt war das heutige Spiel Liechtensteins gegen Slowenien. Mit leeren Tanks blieb Team Liechtenstein stehen. Trotz mitternächtlichem Spaghettiplausch am Donnerstagabend. Klarer Sieger im kulinarischen Vergleich natürlich der Connaisseur-Bungalow mit den Chefköchen Daniel Preite und Sanel Pivec. Gute Noten erhielt aber auch der Trainer-Bungalow, wo Captain Rainer Büchel gekonnt den Kochlöffel schwang. Aber all die Pasta half nichts mehr gegen die flinken Slowenen.

Heldenhaft zur Wehr setzte sich dafür Youngster Tobi Kieber. Ein slowenischer Schuss traf ihn kurz vor der zweiten Pause allerdings an einer so empfindlichen Stelle, dass er für zehn Minuten verschwinden musste. Erst zu Beginn des Schlussdrittels erschien er wieder die Bank. Doch die Liechtensteiner Damenwelt muss keine Angst haben. Gemäss seinen Angaben sind keine bleibenden Schäden bei Supertobi zu befürchten.

Zu reden gab wieder einmal ein Bustransfer. Zuerst verspäteten sich die Insassen vom Skandalbungalow 3, dann bemerkte Assistenztrainer Philipp Miedzik, dass er seinen Badge vergessen hatte. Als alle Schäfchen endlich im Bus waren, wurde dieser nach fünf Minuten Fahrt von der Polizei rausgewunken. Schnell klickten sich alle Passagiere – das liechtensteinische und das slowenische Team – noch mit den Gurten an. Weshalb aber der Car kontrolliert wurde, war nicht rauszufinden. Eine 70 Euro Busse gabs trotzdem – gerüchtenzufolge soll der Carchauffeur den Gurt nicht mehr um seine ansehnliche Trommel gebracht haben…

Zu interessanten Spielen kams nach dem Liechtensteiner Spiel. Zuerst versuchte die slowakische Bodyguardtruppe die Holländer mit mehr als 20 Toren „abzuschiessen“, damit sie noch den Gruppensieg erreichen können (was ihnen mit einem 16:0 aber nur knapp nicht gelang). Danach versuchten die Spanier den Esten endlich ein Tor in die Maschen zu setzen. Auch das misslang – mit 0:10 musste sich Spanien trotz grosser Gegenwehr geschlagen geben. So kommt es am Samstag zu den Halbfinals Estland gegen Slowakei und dem „Gran Final“ Spanien gegen Italien. Die beiden Sieger nehmen an der Weltmeisterschaft im Dezember in Helsinki (Finnland) teil.

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